[ Heimatbund ] [Calenberger Trecker-Treffen] [ Veranstaltungen ] [ Jahresplan ] [ Archiv ] [ Kontakt ] [ Karte ]


Gedichte

De Schooster
De Snieder
De Uhl
Draken opfiern
Grote Waesch


Harwst
Hornung
Langbeen
Maidag
Martinisingen


Ostertiet
Scheperfulheit
Schneeschüfeln
Sneekirl
Strohkopp


Swalbenjahr
Swarte Mann
Winterdag

Gedichte in Plattdeutsch

Geschichten

De Düwel schitt immer...

De Wiehnachts-Stuuv

Dree Pund Hering...

Et Wesseljeld

Olle Schauster Baust

Unfreden in`t Fröhjohr

Wenn dree Daag...

Braakmand

An'n blauen Heven steiht de Sünn.
Se warmt us Lief un Seel.
De Immen summt in'n Appelboom.
Du nimmst dat wahr, so as in'n Droom,
in disse Middaagsstünn.
An'n Heven witte Wulken sweevt.
De Wind, de weiht van't Meer.
De Sscheep, de dümpelt up un dal,
de Luft, de rückt na Teer.


Dat Water laadt to'n Baden in.
An'n Nord- un Ostseestrand
Kaamt de Minschen, söökt Pläseer
Van wiet van't Binnenland.

Walter Pieper

Dat Töben

Dat Johr is rüm, man kann't kum glöben,
mit all sein Daun un all sein Töben.
Wi töft up düt un töft up dat,
Wi alle töft up irgendwat.

De Öllern töft up ehre Kinner,
wenn Kinner töft, is dat noch slimmer.
Wi töft ook mal up een goodet woort
So in'n Vorbiegahn öber'n Doort.

Wi töft up een Breef von'n gooden Fründ,
Wenn't ook blos een poor Reegen sünd.
Un wenn't us mol ganz slecht gahn deit,
töft wi up een Minsch, de us vesteiht.

So töft wi woll dat ganze Johr
Up irgendwat - is dat nich wohr?
Nu sünd wi wedder in'n Advent,
wo all de hellen Lichter brennt,
un töft nu up dat Christuskind,
wat wi dor in de Krippe find.

Wenn de nich för us wör geborn,
de Minschheit wör woll ganz verlorn.
Wi singt nu liese un ganz sacht:
"Stille Nacht, heilige Nacht"
un denn ganz luut un vuller Freid:
"Freue Dich, freue Dich, o Christenheit."

Dat nee Johr rückt ook bald an,
un dat Töben fangt wedder von vörne an.

Elisabeth Ohlmeyer

De Benneker Linne

Oin Wiägekruise iut uroller Toit,
unnern Schutze vam hoiligen Benedikt stoiht.
Soin Bild was im Huiseken angebracht,
häll uewer Jauherhunnerte gurre Wacht.
Wiäge hätt alletoit Richtunge nuhmen;
sind nairig für`n Handel un`t Nögerkumen.
Beschwörlik wön de Wiäge in oller Toit,
vuller Bedroiwhoit un Möggesiäligkoit.
De oin hiät mangen Knapp üewerwunnen,
hiät Buiern un de Stadt an de Lippe vebunnen.
De annere Stürmede - Enkerfäld,
gänk widder in de "Büewerwelt".
Rundümme was et froiher kahl,
buower de Schloihe, dem Ditiwendal.
Widder nördlik gänk de "Dokterpfad",
un vürboi de "Kattenpatt".
Se wörn näu nit vestiäket im Holt,
de "Benneker Linnen"gräut un stolt,
bühen dem Unwihiähr alltoit Trutz,
gawten ümmer Dak un Schutz.
Könn de läste, urolle Linne vetellen.
Wat könn Se us seggen un vemellen?!
Sieker van kloinen un gräuten Geschoihen de Welt.
Van de Vebannunk des Späuks iut Enkerfeld.
Van Stürmede iut wörn froiher de Linnen ti soihen.
Soi üewerwachern alles Geschoihen,
alletoit rundümme de Ihuer,
as gurre Hoiher de Natiuer.
Wi et de läste Linne schafft,
mit Iutdiuer un Willenskraft,
sik giegen dat Vegauhen strafft,
giwt se niggen Trieben niggen Saft.
Säu äuk use Plattduitsk finne,
nigge Nahrunk dür Faser un Rinne,
näu dür viele Bliär vekünne,
wi de olle "Benneker Linne".

Josef Schulte, Störmede

De Brunnen

Täugeschnet un äuk verschwunnen,
was lange use olle Brunnen.
Vür Twaihunnert Jauher gawte de all dat Nass,
wat für Mensk un Vaih seo nairig was.
Angelagt up oiner Waterauder,
rund iutgelagt mit Bruchstoinquauder,
was de für Hius un Huew an dieser Stelle,
de gurre Born, de Liäwensquelle.
Den Säut, den hält me gutt instand.
Niemals wäuher et 'ne quant.
Schöppen machte me von Hand.
Nitrate hiät me froiher nit kannt.
Water hiät vandage äuk Beduitung,
wat dan kümmet iut de Waterleitung.
Dat is duier ti betahlen.
Koiner sall annern dat Water awgrawen.
Wünske woi für us un use Land,
alltoit den richt'gen Waterstand.
Wo Water is, is koine Näut.
Wo Water is, dau giwt äuk Bräut.
Wünske wai us vür allen:
"Dat Kind müge nie in 'n Brunen fallen."

Josef Schulte, Störmede

De nigge Moibäum

Wann de Winter is vüeboi,
de Kuckuck doit den oisten Schroi,
de Alldagsaboit lätt us froi,
dann foier woi den Oisten Moi.
Wann de Sunne däglik stigt,
de Natur sik an't Blöggen giwt,
dat Duistere den Hellen wicht,
dann hiät dat Froihjauher soin Gewicht.
Dann wi woi de Aboit woihen.
Se behoihen mäut in Bild un Toihen.
Oinen Dag moll ganisc däun.
De Muße sall dann soin de Läuhn.
Unnern Moibäum mit Kranz un Bännern,
lät vieles täum Gurren sik veännern.
Könnt mit Musik un Gesank,
usen Duope giewen niggen Glanz.
Seo wünske woi des Häerguods Siägen
in usen Liawen un Vedriägen.
Müge alldoit Glück un Friehern soin,
in dat nigge Jauherdiusend roin.
Frögge woi us alle drupp,
alletoit oin gutt "Glückupp".

Josef Schulte, Störmede

Impressum